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Neuausrichtung der Seniorenstifte Hohenwald und Kronthal

Neues Wohnkonzept, offizieller Beginn der Umbauarbeiten und Verabschiedung des Bereichsleiters Frank P. Egerer

Anfang Oktober 2017 starten die Bauarbeiten am Seniorenstift Hohenwald. Neben der Stärkung des teilstationären bzw. ambulanten Versorgungsangebots sieht die Zukunftsplanung ein neues Wohnkonzept für die Bewohner vor. Auch personell gibt es Veränderungen: Bereichsleiter Frank P. Egerer folgt dem Ruf an die Agnes-Karll-Schule der Stiftung. Seine Aufgaben werden zukünftig durch den Kaufmännischen Leiter der Seniorenstifte, Christian Schug, übernommen.

Beginn der Umbaumaßnahmen

Die Umbauarbeiten, welche aus Bestandssanierung und Erweiterung des Standortes bestehen, starten Anfang Oktober dieses Jahres. Die gesamten Maßnahmen sind in mehrere Bauabschnitte unterteilt. Der Bauantrag für den ersten Bauabschnitt wurde am 1. Juni 2017 eingereicht. Er umfasst unter anderem die Neuorganisation der Wohnbereiche in kleinere Wohngruppen, die Vergrößerung zentraler Gemeinschaftsbereiche zu einer „Neuen Mitte“ mit einem Tante-Emma-Laden sowie einem Friseurstübchen und die Errichtung eines Sinnesgartens für Menschen mit Demenz. Geplant sind zudem eine Modernisierung der Zentralküche, die Verlagerung von Parkplätzen zur Verkehrsberuhigung sowie die Aufstockung eines Hauses um ein zweites Obergeschoss zur Erweiterung von Altenwohnapartments. Der erste Bauabschnitt soll bis Mitte 2018 abgeschlossen werden. Erst anschließend findet die Schließung des Seniorenstiftes Kronthal statt und der damit verbundene Umzug der Bewohner nach Hohenwald.  

„Die Aufgabe der vollstationären Pflegeplätze vom Standort Kronthal begreifen wir als Chance, notwendige bauliche Veränderungen herbeizuführen, um den zeitgemäßen Ansprüchen an eine moderne Pflegeeinrichtung gerecht zu werden“, sagt Christian Schug, Kaufmännischer Leiter der Seniorenstifte. Weiter bemerkt er: „Bei allen Umbaumaßnahmen stehen die Bedürfnisse der Bewohner im Mittelpunkt. Ein gutes Beispiel hierfür sind die neuen Wohngruppenküchen. Hier werden die Bewohner zukünftig mit frisch zubereiteten Mahlzeiten vor Ort versorgt.“  

Im zweiten Abschnitt ist ein Neubau mit insgesamt 32 Seniorenwohnapartments vorgesehen. Dieser soll zwischen Ende 2019 und Anfang 2020 fertig gestellt werden. Daran anschließend soll eine bestehende Altenwohnanlage durch einen Neubau ersetzt werden. Nach Abschluss aller Maßnahmen erhöht sich die Anzahl der Bewohner auf der Liegenschaft von 237 auf 285 Personen. ?

Neue Konzeption mit neuem Wohnkonzept  

Mit der Bestandssanierung wird im Seniorenstift Hohenwald auch ein spezialisiertes Wohngruppenkonzept eingeführt, um dem sehr unterschiedlichem Pflege- und Betreuungsbedarf und den individuellen Bedürfnissen der Bewohnergruppen noch stärker gerecht zu werden. Zukünftig soll es für insgesamt 140 vollstationäre Bewohner zehn Wohngruppen geben, sodass jede Wohngruppe 12 bis 14 Bewohner umfassen wird. Der bestehende Bereich „Pallium“ wird auf 11 Bewohner mit palliativem Bedarf vergrößert.

„Leben und Pflegen in überschaubaren Wohngruppen“ ist das Ziel, das im Einklang mit dem Leitbild der Seniorenstifte der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist steht und lautet sinngemäß: Alte Menschen haben ein Recht auf ein Leben in Würde, Freiheit, Selbstbestimmung und Normalität. Dafür sind die neu konzipierten Wohngruppen weitestgehend dezentral organisiert. So wird die Anonymität der Betriebsabläufe aufgehoben und mehr Transparenz geschaffen. Zugleich werden wesentliche Elemente des Tagesablaufs in das unmittelbare Umfeld der Bewohner zurückgebracht, wie zum Beispiel das gemeinsame Kochen. Hierfür verfügen alle Wohngruppen nach den Umbauarbeiten über eigenen Wohnbereichsküchen mit Aufenthaltsraum, um individuelle Essenszeiten und Wünsche beim Speise- und Getränkeangebot – im Sinne der Selbstbestimmung – zu ermöglichen.  

Innerhalb der Gruppen wird jedem Bewohner eine Bezugspflegekraft zur Seite gestellt. Sie ist Hauptansprechpartner für alle Anliegen zur Organisation und zur Durchführung der Pflege- und Betreuungsmaßnahmen. Wichtig ist auch die Betreuung, der Einbezug von Tier und Natur in den Alltag sowie auf Wunsch Seelsorge und Sterbebegleitung.  

Auch das teilstationäre bzw. ambulante Versorgungsangebot wird weiter ausgebaut. So werden auf der Liegenschaft Hohenwald eine Seniorenwohnanlage mit 2- bis 3-Zimmer-Apartments sowie eine Tagespflege entstehen. Letztere betreut die Gäste tagsüber professionell und ermöglicht die Teilnahme an Angeboten des Hauses – dadurch werden pflegende Angehörige entlastet. Hinzu kommen Räumlichkeiten für einen ambulanten Pflegedienst, der im Rahmen einer Kooperation in das Gesamtkonzept miteingebunden wird.  

Personelle Veränderungen  

Mit dem Beginn der Baumaßnahmen stehen auch personelle Veränderungen an. Der derzeitige Bereichsleiter der Seniorenstifte, der auch als examinierter Altenpfleger, Lehrer für Pflegeberufe und Diplom-Pädagoge qualifiziert ist, Frank P. Egerer folgt einem Ruf an die Agnes-Karll-Schule der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist in Frankfurt. Dort wird er zukünftig als Pflegepädagoge tätig sein und sich dafür einsetzen, dass die Altenpflege ihren wichtigen Stellenwert im Spektrum der Pflegeberufe behält und ihre Attraktivität noch gesteigert wird. Herr Egerer arbeitet seit dreizehn Jahren für die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist – seit 2009 als Bereichsleiter Seniorenstifte und Einrichtungsleiter des Seniorenstiftes Hohenwald. Zukünftig übernimmt Christian Schug kommissarisch die Leitung der Seniorenstifte und wird von Mariá Kinka, in ihrer Funktion als Pflegedienst- und Heimleiterin in Kronthal, und Daisy Kohen als neue Einrichtungsleiterin in Hohenwald unterstützt.  

„Nach dreizehn Jahren in den Seniorenstiften habe ich mich entschlossen noch einmal einen Perspektivwechsel zu vollziehen. Meine Wertschätzung und großer Dank gehören Frau Kinka und meinen Mitarbeitern, mit denen ich in der vergangenen Zeit viel erreicht habe.“, erklärt Frank P. Egerer seinen Schritt. Weiter sagt er: „Der Beginn der Baumaßnahmen ist ein guter Zeitpunkt für mich, den Staffelstab weiterzugeben und dies im Vertrauen und im Wissen, um eine sehr gelungene konzeptionelle Neuausrichtung, an der ich mitwirken durfte.“

Geschäftsführer Tobias Gottschalk bedankt sich mit den Worten: „Herr Egerer hat stets die Fahne der Seniorenstifte hochgehalten und zwei Häuser zu ausgezeichneter Qualität und wirtschaftlich erfolgreich durch unsicheres Fahrwasser geführt. Wir sind froh, dass er der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist auch zukünftig als Mitarbeiter erhalten bleibt!“  

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